Unsere Mitarbeitenden sind so verschieden wie die Tätigkeitsfelder, die wir ihnen bieten. Um einen Einblick zu bekommen, mit wem du zukünftig zusammenarbeiten könntest, haben wir eine Auswahl an Kolleginnen und Kollegen vorgestellt, die ebenso in ihrer Freizeit, als auch im täglichen Business gänzlich unterschiedlich sind.
In unserer neuen Reihe „Gesichter der TDV“ stellen wir regelmäßig Kolleginnen und Kollegen vor, die mit ihrer Arbeit den öffentlichen Nahverkehr ein kleines Stück besser machen – manchmal sichtbar, oft im Hintergrund, aber immer mit Engagement.

Was passiert, wenn jemand nicht nur an einem Produkt arbeitet, sondern es jeden Tag selbst lebt? Für Heidi ist das Deutschlandticket nicht einfach ein Projekt. Es ist Leidenschaft und ein Stück Zukunft für den öffentlichen Verkehr.
Gemeinsam mit ihrem Team sorgt Heidi dafür, dass jeden Monat hunderttausende Abonnentinnen und Abonnenten ihr Deutschlandticket rechtzeitig erhalten. Damit sie morgens zur Arbeit kommen, am Nachmittag zu ihren Hobbys fahren und am Abend wieder nach Hause. Was für die Nutzerinnen und Nutzer einfach wirkt, ist im Hintergrund ein komplexes Zusammenspiel aus Technik, Kundenservice, Kommunikation und Produktentwicklung.
Sie trägt ihren Anteil dazu bei, indem sie Inhalte für Blog und Newsletter schreibt, Kundenanfragen beantwortet, Prozesse analysiert und gleichzeitig eines der innovativsten Themen im Team vorantreibt: den Einsatz von KI im Kundensupport. Zehntausende Anfragen hat sie in den vergangenen Jahren selbst bearbeitet. Nicht nur, um den Kundinnen und Kunden direkt zu helfen, sondern auch, um die KI zu trainieren, die das Team unterstützt. Das Wissen aus diesen Antworten fließt kontinuierlich in eine wachsende Wissensdatenbank ein. So können Anfragen automatisch sortiert werden, Antwortvorschläge entstehen oder einfache Anliegen direkt automatisiert gelöst werden. Hier gibt es mit dem richtigen Training der künstlichen Assistenten immer noch ein paar Prozentpunkte Effizienz herauszuholen.
Lange bevor sie in einem der sichtbarsten Mobilitätsprojekte Deutschlands arbeitete, entwickelte sie mit ihrem Team bei der Transdev Vertrieb eine Plattform für bundesweite Jobtickets. Mit dem 9-Euro-Ticket wurde das Projekt über Nacht von einer ganz neuen Realität eingeholt. Anstatt sich über das abrupte Ende eines Projekts zu ärgern, half sie zunächst in anderen Bereichen aus. Bis eines Abends, kurz vor Feierabend, ihr Vorgesetzter noch einmal ins Büro kam. Er hat eine lange Liste an möglichen Domains dabei, die sich die Transdev Vertrieb GmbH in der heißen Phase sichern wollte.
Mit Erfahrung als Media- und Webgestalterin wusste sie sofort, was zu tun war. Noch am selben Abend sicherten sie sich gemeinsam die passenden Domains. Der Grundstein für deutschlandticket.de war gelegt.
Heute begleitet sie das Produkt weiterhin mit großer Begeisterung. Für Heidi ist das Deutschlandticket ein wenig wie ein „Baby“, das sie beim Aufwachsen begleitet hat. Und sie hofft sehr, dass sie dieses Projekt noch lange begleiten kann, bis es in ihren Worten „erwachsen“ ist.
Ihre Leidenschaft für das Thema Mobilität kommt dabei nicht von ungefähr. Statt ins Auto zu steigen, fährt sie mit dem Deutschlandticket durchs Land. Sie erlebt Verspätungen, Umstiege, spontane Gespräche im Zug oder kleine Alltagsgeschichten, die viele Nutzerinnen und Nutzer kennen. Genau diese Erfahrungen fließen in ihre Arbeit ein. Diese Erfahrungen aus der Perspektive einer echten Nutzerin verarbeitet sie in ihren Blogs.
Bevor sie in der Verkehrsbranche Fuß fasste, reiste sie durch Neuseeland und Australien und finanzierte sich mit Gelegenheitsjobs. Einer davon bestand darin, Orangen zu pflücken. Eine Leiter, ein Baum, eine Kiste, die gefüllt werden musste. Ein Kubikmeter Orangen pro Tag und danach Feierabend. Keine Termine, keine Verpflichtungen, nur einfache Aufgaben und Gedanken darüber, wohin die Reise als Nächstes gehen könnte. Diese Leichtigkeit versucht sie bis heute ein Stück weit mitzunehmen.
Und auch das Team spielt für sie eine große Rolle. Was Heidi an Transdev besonders schätzt, ist die kollegiale Zusammenarbeit. Statt langer Fehlersuche, schaut man gemeinsam darauf, wie man ein Problem lösen kann. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie gerne ins Büro kommt, obwohl sie genauso gut im Homeoffice arbeiten könnte. Dort warten Kolleginnen und Kollegen, die längst zu Freunden geworden sind.

Augsburg, ein ruhiger Vormittag im Kundencenter. David sitzt hinter dem Schalter, die Hände locker im Schoß und spricht über seinen Job als Springer bei der Transdev Vertrieb GmbH (TDV). Heute hat er Zeit. Ein seltener Luxus, denn an anderen Tagen ist er z.B. für den Standort Donauwörth allein zuständig, wo der Verkehrsknotenpunkt Nordschwabens keine Pause kennt. Doch heute, mit zwei Kollegen im Rücken, kann er – als eines der Gesichter der Transdev Vertrieb – etwas über die Stelle des „Springers“ erzählen.
David ist seit August bei der TDV und ist bereits fertig eingearbeitet. „Ich lerne schnell. Eine Aufgabe muss ich einmal machen, dann sitzt sie.“ Dass er zuvor nicht im Verkehrsbereich gearbeitet hat, spielte keine Rolle, denn der Umgang mit Kunden ist ihm vertraut. Nur die Systeme und Tarife galt es zu meistern. Nach einem Monat saß er sicher im Sattel seiner neuen Position und konnte so gut wie jede Kundenfrage beantworten. Falls nicht, gibt es Kollegen, die seit Jahren dabei sind und selbst Spezialfragen zu beantworten wissen.
Als Springer ist er für drei Kundencenter im Einsatz, von denen jedes seine eigenen Angebote und Anforderungen hat. In Augsburg gibt es ein Fundbüro, in Donauwörth hingegen den Verkauf von Fernverkehr. Während er heute innerhalb einer Stunde nur einen Kunden bediente, tobt in Donauwörth wahrscheinlich der Kundenverkehr. Trotz der 20.000 Einwohner ist dort immer viel zu tun. Die Stadt ist ein Knotenpunkt: Sowohl Fernverkehr als auch Regionalzüge laufen hier zusammen. Wer aus Süddeutschland kommt oder dorthin will, muss fast zwangsläufig in der Kreisstadt umsteigen.
Die Mischung aus Ruhe und Hektik macht ihn glücklich. Auf die Tage, an denen Baustellen das Bahnnetz lahmlegen und gestresste Reisende an seinen Schalter strömen, könnte er allerdings verzichten. Nach solchen Tagen ist der Dienstwagen sein größter Verbündeter. Die mitunter langen Fahrten zwischen den Standorten und seinem Heimatort sind für den Autoliebhaber eine Chance zum Abschalten. Bis zu 65 Kilometer legt er pro Strecke zurück.
Da muss das Privatleben selbstverständlich mitspielen. Bald wird das jedoch schwieriger: Seine Frau ist in Elternzeit und die zweijährige Tochter wird immer lebendiger. „Wenn sie in die Kita kommt und meine Frau wieder arbeitet, brauche ich mehr Kontinuität.“
Als Springer vertritt er Kolleginnen und Kollegen im Urlaub oder bei Krankheit. Deswegen reagiert er recht spontan auf offene Schichten und damit verbundenen Kundengruppen. Morgens sind es Schüler, dann Pendler und abends die Leute, die in Bayern auf die unzähligen Volksfeste strömen. „Das Oktoberfest, der Plärrer, Sommernächte, Weihnachtsmärkte … in Bayern ist immer was los. Dann strömen viele Lederhosen zu meinem Schalter. Aber niemand war unfreundlich“, sagt er. „Selbst wenn sie betrunken sind, bleibt der Ton respektvoll.“ Er wirkt ein bisschen erstaunt bei der Erinnerung an die vergangenen Monate. David mag das Gespräch mit den Kundinnen und Kunden, da er nicht aggressiv das profitabelste Produkt verkaufen soll: „Hier geht es darum, das beste Ticket zu finden, nicht das teuerste.“ Manche Reisende nehmen sich Tage vor der eigentlichen Reise Zeit für eine Beratung, andere vertrauen ihm in der Reisehektik blind. „Die meisten wollen einfach nur schnell weiter.“
David sorgt mit seiner Flexibilität dafür, dass Kolleginnen und Kollegen krank werden können, aber Kundinnen und Kunden in seinem Einsatzgebiet zu den gewohnten Öffnungszeiten sicher sein können, jederzeit ein passendes Ticket zu bekommen.
Ist das nicht anstrengend, David, vor allem mit deiner Kleinen, die nachts doch häufiger mal wach wird? „Dann leidet der Schlaf“, sagt er lächelnd. „Aber das ist es wert.“

Als Hannes zur Transdev Vertrieb kam, war er Berufsanfänger. Fachlich gut ausgebildet, aber ohne lange Praxiserfahrung.
Die TDV befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem ganz ähnlichen Zustand. Viele Prozesse sind noch im Aufbau. Zuständigkeiten entstehen oft erst im Arbeitsprozess. CEO Martin Hörl sieht in Hannes daher ein Musterbeispiel für die Entwicklung des Unternehmens: „So wie das Unternehmen selbst, hat sich Hannes in seiner Arbeitszeit professionalisiert. Die Ruhe, die er heute ausstrahlt, hat er sich in den Jahren angeeignet.“
Dass Hannes in vielerlei Hinsicht einem IT-Stereotyp entspricht, machte er selbst nicht zum Geheimnis. Unter anderem war er Mitgründer des Leipzig eSports e.V. Er spielte also kompetitiv Videospiele und beschäftigte sich zudem intensiv mit Software. Genau dieses Profil passte und passt noch heute in das wachsende Team der TDV.
Bei seiner Vorstellung in der Bewerbungsphase drehte sich das Gespräch um schnell um seine Masterarbeit zum Thema Roboterfußball. Autonome Systeme, feste Regeln, und perspektivisch genügend Sicherheit, um einmal gegen Menschen spielen zu können. Wie hätte man bei einem so außergewöhnlichen Thema nicht hängen bleiben können? Über die Bande gespielt, tauchen diese Themen nämlich auch im Berufsalltag immer wieder auf. Umso bedeutender war seine Rolle als Öffentlichkeitssprecher der Robo-Mannschaft. Neben der Fähigkeit, beim komplexen RoboCup zu entwickeln, besaß er auch das Talent, diese hochtechnischen Zusammenhänge Laien gegenüber zu erklären.
In seinen ersten Tagen bei der Transdev analysierte er Ausschreibungsunterlagen aus IT-Sicht, kümmerte sich um Systemanbindungen und übernahm früh Verantwortung. Sein Talent technische Zusammenhänge für Technik-Anfänger zu abstrahieren, bewährte sich bei seiner ersten eigenen Aufgabe, und zwar der Umsetzung eines bis dato neuen Fernverkehrsangebots in den Fahrscheinautomaten. Dabei kommunizierte er mit zuständigen Dienstleistern, aber auch mit den internen Technikern und Mitarbeitern in der Verwaltung. „Diese Personengruppen sprechen selbstverständlich nicht das gleiche Level an ‚Technik‘.”, erklärt Hannes, „daher musste ich dolmetschen zwischen Technik-Muttersprachlern und ‚Touristen’ auf diesem Gebiet.“, meint Hannes.
Parallel dazu wächst das Unternehmen. Heute übernimmt Hannes als IT-Teamleiter die fachliche Führung seiner Mitarbeitenden. Er koordiniert Aufgaben im Team, verantwortet die Kommunikation auf Systemebene und sorgt dafür, dass technische Lösungen in den Betrieb passen. Trotzdem bleibt ihm privat noch genügend Zeit, um vor drei Jahren das erste eigene PC-Spiel „Schlosshelden“ zu veröffentlichen und seinen E-Sports-Verein im technischen Bereich zu unterstützen.
An Hannes zeigt sich, was die TDV heute ausmacht: Entwicklung. Dass Projekte heute innerhalb kurzer Zeit stabil in den Betrieb gehen, ist für ihn das Ergebnis einer langen Lernkurve und Teamarbeit.
Wer neu zur TDV kommt, soll deshalb vor allem eines mitbringen: die Bereitschaft, Teil eines Teams zu sein. Eine Zusage seitens der TDV bedeutet nicht, von Anfang an um jeden Preis Erwartungen zu erfüllen, sondern Teil eines funktionierenden Miteinanders zu sein.

Sie ist eine Retro-Liebhaberin. In ihrer Freizeit nutzt sie ihre Polaroidkamera, um wichtige Momente festzuhalten. Und sie liebt Musik – echte Musik, von Schallplatten: “Knistern müssen sie und Seele haben.” In ihrem Regal finden sich Musikträger mit Rock, 80er, Elvis. Je älter, desto besser. Städtereisen dienen ihr als willkommene Gelegenheit, sich in Plattenläden zu begeben. Besonders im Ausland schaut sie sich die Kisten voller Platten durch. Dort, so sagt sie, findet man wahre Schätze. Eine Begeisterung, die genauso schwer wiegt, wie ihre Begeisterung für ihren Beruf.
Berät sie am Schalter im Kundencenter, dann bekommt der Kunde hier eine Expertenmeinung. Denn Silke Kinner unterstützt fachlich auch kleine Geschäfte (Agenturen) rund um Bremen, deren eigentliche Hauptaufgabe nicht im Ticketverkauf liegt. Beheimatet sind diese beispielsweise im Verkauf von Presse- oder Tabakwaren an den Bahnhöfen. Dort können Fahrgäste zudem Tickets für den Nahverkehr an einem separaten Schalter erwerben, weil sich ein Kundencenter an diesem Standort nicht lohnt. Silke fährt diese regelmäßig ab. Sie achtet darauf, dass Aushänge aktuell sind, verteilt Werbemittel sowie andere Arbeitsmaterialien und erstellt Unterlagen, die den Mitarbeitenden Sicherheit geben sollen. Zu ihren Kernaufgaben gehört es, neue Kolleginnen und Kollegen in den Agenturen schrittweise in die komplexe Welt des Tarifdschungels einzuweisen.
Sie ist eine jener Persönlichkeiten, die inmitten des öffentlichen Personenverkehrs Klarheit ausstrahlen. Silke verfügt über ein feines Gespür für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen. Genau das, was die Position der mobile Kundenberaterin (Mobi) bei der Transdev Vertrieb erfordert.
Silke deckt mit zwei weiteren Kollegen als mobile Wissensstütze das gesamte Netz der Beratungsstellen der Nordbahn, NordWestBahn und S-Bahn Hannover ab. Mal klingelt das Telefon im Minutentakt, weil irgendwo eine Fachfrage aufgetaucht ist. Und oft, sehr oft, springt sie dorthin, wo gerade jemand ausgefallen ist. Mal der dichte, schnelle Kundenverkehr am Bremer Hauptbahnhof (ihrem Heimatkundencenter), mal das gelassenere Verden, wo die Menschen Zeit haben, „Guten Tag“ zu sagen und nachzufragen, wie es ihr denn heute geht. Wenn sie über ihre Arbeit spricht, schwingt da keine Erschöpfung mit. Aus ihr spricht Stolz, der Menschen auszeichnet, die ihre Fähigkeiten genau einschätzen können.
Das tiefe Verständnis für ihren Beruf ist ihr nicht einfach zugefallen. Vor ihrer Zeit bei der Transdev Vertrieb war Silke Zugbegleiterin im Regio-S-Bahn-Netz der NordWestBahn. Wiederrum vorher war sie 25 Jahre im Einzelhandel, zuletzt als Abteilungsleiterin. Sie hat Kundennähe von der Pike auf gelernt und das ist auch gut so! Sie muss die Menschen ernst nehmen, darf sich von deren Laune aber nicht anstecken. Manche Kunden freuen sich einfach nur über ein Lächeln. Sie schafft es daher, die anstrengenden Gespräche durch die tollen Erfahrungen in ihrem Beruf auszugleichen.
Wie an einem Abend in Bremen: Eine Rollstuhlfahrerin ohne Anmeldung eines Lifts musste dringend weiterreisen. Die Erfahrung lehrt: schlichtweg unmöglich. Silke meint: „Ich wollte es wenigstens versuchen. Zum Glück kannte ich das Bahnhofspersonal sehr gut. Das ist oft ein Ass im Ärmel.“ Am Ende fuhr die Kundin mit, begleitet von einer fremden Reisenden, die sie im Kundencenter kennengelernt hatte. Die Dame im Rollstuhl konnte eine Begleitperson kostenlos mitnehmen und lud daher kurzerhand die Frau ein, bei ihr mitzufahren, weil sie sich gerade ein Ticket in die gleiche Richtung kaufen wollte. „Solche Feierabende“, sagt Silke, „machen den Tag rund.“
Das beschreibt ihren Wert am besten: Silke sorgt dafür, dass Menschen ankommen. Sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne, da Anfänger in der Branche dankbar für jede Unterstützung sind. Gute Beratung im Nah- und Fernverkehr ist eben keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Menschen, die genau diese Qualität vorleben können.

Mitte Oktober arbeitet Deborah einen Tag im Homeoffice. Auf ihrem Schreibtisch stehen ihr Laptop, ein Monitor und eine dampfende Tasse Tee. Auf den Bildschirmen sind jede Menge Excel-Spalten und Namen zu sehen. Sie arbeitet am Dienstplan für Dezember. Alle Daten aus Urlaubswünschen, Weihnachtsfeierzusagen und Schichttausch zusammenzubringen, ist echte Konzentrationsarbeit.
Draußen scheint noch die goldene Herbstsonne. Die Temperaturen bewegen sich im zweistelligen Bereich. Warum also schon der Plan für Dezember? „Gerade rund um Weihnachten wollen alle Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig wissen, wann sie arbeiten und wann sie frei haben. Für Schulungen und Alltagsarbeit muss ich mir in den nächsten Wochen Zeit nehmen. Das wird sonst knapp. “
Ein KI-Tool hilft ihr zwar, aber die Feinarbeit bleibt bei ihr. Im Hintergrund schallt leise Musik durch ihre Wohnung. Zwischendurch muss sie kurz aufs Sofa, um, wie sie lachend sagt, den „Kopf zu entlüften“. Bis 15 Uhr plant sie, nichts anderes zu machen.
Deborah (oder „Debby“, wie sie alle nennen) hat ursprünglich Fahrgäste einer französischen Bahngesellschaft in Düsseldorf beraten. Als diese die internationalen Kundencenter schloss, freute sich die TDV über ihr Talent. Um ihrer Vorgesetzten die Arbeit zu erleichtern, soll Debby bald die ersten Dienstpläne für ihre Verkaufsstelle schreiben. Neben ihrem Organisationstalent fiel auch ihr Wissen über den Fernverkehr auf. Fortan schulte sie ihre Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland, auch über ihre Projektgrenze hinaus, obwohl sie es eigentlich nicht mochte, vor vielen Leuten zu reden. Doch die TDV kitzelte ihre Qualitäten erst aus ihr heraus. Heute ist sie Teamleiterin und verantwortet rund 30 Mitarbeitende in sechs Kundencentern. Sie ist eine der Ersten, die diese Rolle in der TDV übernommen haben.
Ein reiner Bürojob wäre nichts für sie: „Ich muss Menschen sehen“, sagt sie. Deshalb übernimmt sie auch heute noch regelmäßig Schichten im Kundencenter. „Das hält mich nah an der Realität. Und ganz ehrlich: Wie will ich anderen Mitarbeitenden Tipps geben, wenn ich ihren Job nicht mehr kenne?“ „Wenn Katy Perry ruft, kann ich leider keine Schicht am Schalter übernehmen“, gibt sie zu. Bis zu 20 Konzerte im Jahr besucht sie. Darunter auch internationale Shows in London, Amsterdam oder Utrecht. Ihr persönlicher Rekord: drei Konzerte in vier Tagen.
So ambitioniert wie in der Musik geht sie auch an ihre Arbeit. Gemeinsam mit einem weiteren Kollegen hat sie sich zum Ziel gesetzt, alle zwei Wochen die sechs Kundencenter im Rhein-Ruhr-Gebiet zu besuchen. Sie hört zu, unterstützt und löst kleine und große Themen direkt vor Ort. „Meine Kolleginnen und Kollegen sollen mich persönlich kennen. Das gehört zu unserem Verständnis im Unternehmen.“
Und genau das macht sie aus: Sie ist ein echtes Gesicht des Transdev Vertrieb.

„Wenn man weiß, dass man mit seiner Arbeit täglich etwas Gutes bewegt, dann macht das stolz.“ – Hasan sorgt sich als Mechatroniker bei der Transdev Vertrieb in der Werkstatt mit seinem Team darum, dass Automatenbauteile wiederverwendet werden können.
Seit Mai 2024 bringt Hasan bei uns Dinge wieder zum Laufen und er liebt es! Ob alte oder defekte Bauteile: mit kreativen Ideen, etwas Wärmeleitpaste oder neuen Komponenten hat er viele Geräte vor der Entsorgung gerettet. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch wertvolles Material: Ganz im Sinne seiner Überzeugung, dass wir sorgsam mit unserer Umwelt umgehen müssen.
Seine Begeisterung für das Handwerkliche hat Hasan von seinem Vater, einem Elektriker, geerbt. Schon als Kind stand er fasziniert daneben, wenn dieser Fernseher oder Geräte wieder reparierte. Ein Mann, der sich sogar dann selbst zu helfen wusste, als der Stromanbieter der mittellosen Migrantenfamilie den Anschluss kappte. Im Handumdrehen entsperrte sein Vater die Leitung wieder und sicherte sich dadurch statt einer Mahnung des Stromanbieters Respekt für die gewagte Aktion und zusätzlich ein Jobangebot. Aus dieser Erfahrung nahm Hasan mit: Wer Technik versteht, kann Probleme oft selbst lösen.
Heute arbeitet er in unserer Werkstatt und hilft täglich dabei, Altersprobleme der Automaten zu lösen. Dabei unterstützt Hasan mit seinem Wissen nicht nur seine Kolleginnen und Kollegen, sondern zunehmend auch seinen Werkstattleiter, der ihn ermutigt, selbst mehr Entscheidungen zu treffen. Das bestätigt Hasan in seiner Arbeit und treibt ihn weiter an, mehr zu geben. Begeisterung über seine Arbeit ist aber nicht das Einzige, was ihn jeden Tag von seinem Wohnort auf der einen Seite Frankfurts einmal quer durch die Stadt auf die andere Seite nach Friedrichsdorf treibt: „Das Team ist wie eine Familie. Man fängt sich gegenseitig auf. Sogar im Urlaub vermisse ich meine Kollegen.“
Hasan passt einfach zur Transdev Vertrieb und hilft mit seinem Wissen auf Arbeit, aber auch nach Dienstende: Ungewollt machte er sich für eine ältere Dame zum Alltagshelden: Er wartete auf seine Bahn und sie verzweifelte fast an einem Ticketautomaten. Der Automat nahm ihren Geldschein nicht. Hasan kannte den Mechanismus bei der Scheinaufnahme und verriet ihr, wie ihr der Automat den Schein abnehmen würde: “Einfach nicht mittig sondern etwas versetzt einstecken.” Als sie das Logo auf seiner Arbeitskleidung sah, fragte sie „Sind sie vom Fach?”, doch er grinste nur und verabschiedete sich nett, nachdem sie ihr Ticket in der Hand hielt.
Privat ist Hasan seit einigen Jahren nun vor allem Familienmensch. Er ist Papa und versucht täglich der Held für jemanden daheim zu sein.

Sollten jemals die Chroniken der Transdev Vertrieb geschrieben werden, braucht es die Erzählungen von Ines. Seit 2017 (fast seit Beginn) ist sie dabei und hat „wie bei einem Kind” den Wachstumsprozess beobachtet und tatkräftig begleitet.
Zur Transdev brachte sie jedoch erst eine unerwartete Lebenswendung: Nach 27 Jahren bei einem Hersteller von Vertriebstechnik stand Ines plötzlich mit 55 Jahren ohne Job da. Die Insolvenz ihres vorherigen Arbeitgebers zwang sie, ganz neu anzufangen. Bei der Transdev Vertrieb habe sie es damals nur deshalb gewagt, weil sie „Vertrieb im Allgemeinen eben gut kann.” Konkrete Vorstellungen vom Job bei ihrem neuen Arbeitgeber hatte sie damals kaum.
Schon nach wenigen Monaten übernahm Ines eine Verantwortungsposition: eine Schwangerschaftsvertretung machte sie direkt zur Leitung der Inbetriebnahme im VRR-Projekt. Seither hat Ines ein Projekt nach dem anderen in Betrieb genommen. Ines kennt die kleinen Geschichten hinter den großen Strukturen. Sie weiß, warum Prozesse sind, wie sie sind, und erinnert sich an die „alten Problemchen“ der Anfangstage. Dieses Wissen macht sie zu einem lebendigen Almanach der Prozessabläufe.
Dabei ist sie stetig angetrieben vom besonderen Nervenkitzel kurz vor der Inbetriebnahme: „Je näher der Termin, desto schneller musst du laufen. Diese Spannung reizt mich.“ Wichtig ist für sie in der Arbeit daher die Kunst zu verstehen, Druck richtig einzusetzen: stetig, aber nicht inflationär, um die Wertigkeit der offenen Aufgaben den Gesprächspartnern gegenüber nicht zu entschärfen.
Während andere oft nur in ihrem eigenen Bereich wirken, ist Ines durch ihre Rolle bekannt in fast jedem Team. Sie ist die, die auf Betriebsfeiern überall ein bekanntes Gesicht trifft, weil sie schon mit so vielen Kolleginnen und Kollegen zusammengearbeitet hat.
Sie arbeitet gerne und viel. Die Kraft dafür schöpft sie am meisten aus ihrer Familie. Zuhause gelingt es ihr, die Arbeit beiseite zu legen. Obgleich nicht selten beim Gärtnern die zündende Idee für Lösungen im Arbeitsalltag plötzlich auftaucht. Die Umsetzung darf warten. „Am Ende ist es die Zeit mit den Menschen zuhause, die mir am wichtigsten ist“, sagt Ines.
Für alle, die überlegen den Schritt zur Transdev Vertrieb zu wagen, hat sie eine klare Botschaft: „Ich dachte nach 27 Jahren in einer tollen Firma, ich finde nie wieder so ein berufliches Zuhause”, Ines pausiert und zwinkert munter: „Aber hier ist es noch besser.“ Ines’ Geschichte erzählt sich wie ein Märchen mit einer klaren Moral: Schließt sich eine Tür, dann öffnet sich eine andere. Und was wäre die Transdev Vertrieb ohne diese eine zugeklappte Tür in deinem Leben, Ines? Unvorstellbar.

Ein ganzes Berufsleben zum Thema: „Eisenbahn”
Wer Doreen heute im Kundencenter in Oberhausen sieht, ahnt nicht, wie lange sich die positiv gestimmte Frau dem ÖPNV beruflich verschrieben hat: Schon mit ihrer Geburt landete sie in einer Eisenbahnerfamilie in der Eisenbahnerstadt Wittenberge. In ihrer Ausbildung lernte sie daher auch ”Alles was es bei der Bahn gibt, bis auf Lokführer.”
Als Wittenberge in den Schatten Berlins trat, folgte Doreen nicht dem Strom, sondern dem Herzen und landete im Ruhrgebiet. Dann begann ihre Karriere bei der Transdev Deutschland. Erst bei der NordWestBahn GmbH, später bei der Transdev Vertrieb, wo sie nach drei Jahrzehnten Zugbegleitung noch einmal etwas Neues probierte: Als mobile Kundenberaterin im damals neu gestarteten VRR-Projekt.
Doreen erzählt mit Freude über die Freiheiten, die ihr der interne Wechsel ermöglichte, über das Vertrauen, das man ihr entgegenbrachte und über die Verantwortung, die sie seither trug. Mit dem Start des Projekts im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) arbeitete sie als Ansprechpartnerin für neue Kolleginnen und Kollegen.
Über hundert Neulingen hat Doreen in ihrem Berufsleben schon zur Seite gestanden. Auch wenn sie jetzt mehr Ruhe an einem festen Schalter sucht, kommen immer noch regelmäßig neue Mitarbeitende vorbei, um mit ihr gemeinsam den besten Service zu üben: „Ich bin keine Lehrerin, aber ich nehme die Leute mit an den Schalter und bringe ihnen in der Praxis bei, was sie für die Kundinnen und Kunden wissen müssen.“
Im Gespräch lacht sie viel, spricht wertschätzend über ihr Team („wir passen wie die Faust aufs Auge“) und erzählt von Begegnungen mit Kund:innen, die vom schnellen Fahrkartenkauf bis hin zu persönlichen Gesprächen reichen. Im Ruhrgebiet, sagt sie, ist das „Du“ nicht weit.
Zuhause angekommen, warten nach der Arbeit schon ihre zwei Katzen und ihr Mann auf sie. Privat ist sie leidenschaftliche Konzertgängerin und großer BVB-Fan. Sie strahlt, als sie von ihrem letzten Coldplay-Konzert in Frankfurt erzählt.
Doreen, du bist eine Konstante, auf die wir nicht mehr verzichten wollen und hoffen, dass dein Herz weiter für unsere Branche schlägt.

Wieder zurück auf der Strecke: Willkommen zurück, Serhat!
Nach einem halben Jahr beruflicher Orientierung ist Serhat Demirkan zurück bei der Transdev Vertrieb GmbH – und zwar mit neuen Aufgaben: Als gelernter Kaufmann konnte Serhat ursprünglich vor knapp drei Jahren bei uns im kaufmännischen Bereich durchstarten – heute unterstützt er das Bayern-Team in Augsburg als IT-Systembetreuer in der Vertriebstechnik. Klingt nach einem ungewöhnlichen Weg? Ist aber für Serhat ganz logisch: Schließlich trug er vorher Verantwortung die Abrechnung der Einnahmen aus den unterschiedlichen Kassen – heute sorgt er eben dafür, dass unsere mobilen Terminals der Kundenbetreuerinnen und -betreuer und die Kassen einwandfrei laufen. Bevor es mit der Technik hakt, bringt er nun die Technik den neuen Mitarbeitern der Agilis und Arverio Deutschland persönlich vorbei und schult direkt am neuen Gerät.
Serhat kennt das Projekt in Bayern von Anfang an – er wurde noch vor der Inbetriebnahme eingestellt: „Damals schrieb die TDV zahlreiche Stellen in meiner Region aus und ich merkte, mit dem Unternehmen bewegt sich hier ganz viel.“
Was ihn besonders geprägt hat? Der Umgang mit Fehlern in der TDV. Gleich am ersten Tag sagte unser CEO Martin Hörl zu ihm: „Du wirst Fehler machen – das ist okay. Wichtig ist, dass wir sie gemeinsam lösen.“ Dieses Vertrauen erlebt Serhat bis heute untereinander im Team und auch projektübergreifend – und er gibt es als frischer Papa wohl bald auch zu Hause weiter.
Apropos Familie: Serhat ist dankbar für die Abwechslung in seinem Beruf, aber wenn er nicht gerade zwischen österreichischer Grenze und Regensburg zu den unterschiedlichsten Brennpunkten unterwegs ist, genießt Serhat die planbaren Feierabende des Büroalltags – denn dann weiß er, wann er zu Hause seinen Nachwuchs sehen kann. Sobald er sich in der Papa-Rolle eingespielt hat, will er nach der Arbeit auch wieder auf dem Fußballplatz angreifen. Zwar ist sein Kind bisher noch sein kleinster Fan, aber womöglich steht er bald selbst auf dem Platz und kann von seinem Vater gecoached werden. Also Serhat, bist du vielleicht bald Trainer der U5?
Lieber Serhat – schön, dass du (wieder) da bist. Und danke, dass du den Blick dafür behältst, wie alles bei uns zusammenhängt.

Drei Jahre ist sie schon bei der Transdev Vertrieb GmbH.
Als Jennifer fast auf den Tag genau vor genau drei Jahren bei der Transdev Vertrieb anfing, war sie alles andere als neu im Geschäft: Über 13 Jahre lang arbeitete sie vorher schon im Vertrieb, davon zehn Jahre am Schalter, später im Backoffice. Doch mit dem Start des 9-Euro-Tickets und der bevorstehenden Netzübernahme in Hannover wurde es Zeit für etwas Neues und sie wechselte zu uns.
Jennifer begann als „Projektmitarbeiterin Finanzen“ zur TDV – heute ist sie Projektmanagerin für das Büro Hannover. Sie schreibt Dienstpläne, kümmert sich um Monatsabrechnungen, sorgt für die korrekte Verteilungen an Tarifpartner – und betreut nebenbei auch noch unser Fundbüro.
„Ich bin halt ein Zahlenfreak. Ich liebe Excel und wenn am Monatsende alles aufgeht, ist das einfach ein gutes Gefühl.“
Ein Thema liegt ihr dabei besonders am Herzen: die Digitalisierung. So begrüßte sie die Umstellung auf ein zentrales Abrechnungssystem während ihrer Zeit im Unternehmen: „Früher hatte jeder und jede eigene Methoden. Jetzt haben wir Standards, die das Arbeiten transparenter und effizienter machen.“
Ihr Blick nach vorn? Noch mehr Vereinheitlichung, noch mehr Digitalisierung. Prozesse, die wachsen können – genau wie das Unternehmen selbst.
Ihr Werdegang ist nicht einzigartig: „Ich kenne kaum jemanden, der bei uns immer noch genau das tut, womit er oder sie mal angefangen hat“, sagt sie.
Jennifer hat sich ihre Rolle erarbeitet, Verantwortung übernommen – und bringt gleichzeitig Herz, Humor und Ordnung ins Team. (Spitzname im Büro: Deko-Queen, aus gutem Grund.)
Und nach der Arbeit? Da wartet ihr Kleingarten. Dort pflanzt sie mit ihrer Schwester alles an, was in Norddeutschland Wurzeln schlagen kann – von Tomate bis Chili. Perfektion? Nicht nötig. Hier darf es auch mal etwas wilder wachsen.
Danke, Jennifer – für drei Jahre Struktur, Engagement und echte Hands-on-Mentalität. Schön, dass du bei uns bist!