
Wer an unseren rund 2.700 Fahrkartenautomaten und hunderten Verkaufsstellen ein Ticket kauft, macht sich vermutlich keine Gedanken darüber, wie und wann Münzen und Scheine nachgefüllt werden müssen oder wie die Einnahmen ihren Weg bis zur Buchhaltung finden. „Genauso soll es sein“, meint Michael Foit, denn wenn seine Arbeit unsichtbar bleibt, ist das ein Zeichen dafür, dass alle Prozesse drumherum zuverlässig funktionieren.
„Ich habe die Bahn von allen Seiten kennengelernt: operativ bis hin zur Verwaltung“, sagt Michael. Sein Berufsweg führte innerhalb der Deutschen Bahn AG von verschiedenen Reisezentren über die Marktforschung bis zum Assistenten der Regionalleitung bei DB Regio Hessen. 25 Jahre Erfahrung in der Branche!
Für die Transdev wechselte er die Sichtweise und wurde zu unserem „Mister Cash“. Als Michael 2018 zur Transdev Vertrieb kam, betreute er zunächst Bargeldeinlagen für rund 650 Automaten mithilfe von Excel-Tabellen. Mit dem Wachstum des Unternehmens stiegen jedoch auch die Anforderungen. Heute wäre diese Arbeitsweise längst nicht mehr denkbar. In den acht Jahren, die Michael nun schon die Geldlogistik bei der Transdev Vertrieb verantwortet, hat er den Prozess für ein weiterwachsendes Unternehmen nachhaltig optimiert. Aus einer Idee am Flipchart entstand ein digitales Werkzeug, das Bestellungen datenbasiert steuert und den tatsächlichen Bargeldverbrauch jedes einzelnen Automaten berücksichtigt. Allein in den ersten Monaten nach der Einführung konnten dadurch erhebliche Kosten und Zeit eingespart werden.
Diesen Überblick bewahren bei uns zwei Personen mit einem hervorragenden Zahlengefühl: Michael und seine Kollegin Yvonne. Dass beide sich fachlich und menschlich hervorragend ergänzen, erwähnt er mehrfach. Sie prüfen vereinfacht gesagt, gemeinsam andauernd die Münz- und Scheinbestände und weisen gegebenenfalls unseren Dienstleister dazu an, das Bargeld abzutransportieren oder nachzufüllen.
Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit besteht darin, die Zusammenarbeit mit dem externen Geld- und Wertdienstleister aktiv zu gestalten. Über viele Jahre hat Michael persönliche Kontakte zu Betriebsstätten in ganz Deutschland aufgebaut. Er kennt die Menschen hinter den Prozessen, besucht Standorte regelmäßig und pflegt einen direkten Austausch. Dieses Vertrauen zahlt sich im Alltag aus, denn wenn kurzfristig reagiert werden muss und eine Geldkassette überzulaufen droht, finden sich oft pragmatische Lösungen, weil man sich kennt und gegenseitig unterstützt.
Da er sich so intensiv mit unserer Hartgeldwährung auseinandersetzt, war er auch der perfekte Kandidat, um ihn die Frage zu stellen, ob Bargeld langsam ausstirbt. „Für mich“, antwortet Michael, „steht Bargeld vor allem für Freiheit. Dass Menschen selbst entscheiden können, wie sie bezahlen möchten und welche Daten sie dabei liefern, gehört für mich zu einer offenen Gesellschaft dazu.“
Michael hat nun leider beschlossen, das Unternehmen zu verlassen, um woanders seinen Horizont zu erweitern. Wir danken ihm für all den Fortschritt und wünschen ihm dort genauso viel Erfolg wie bei uns.