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Dina Alaeddin

Dina vor einem Automaten aus dem viele Daten in ihre Berichte einfließen

Es gibt selbsterklärende Berufe, deren Tätigkeitsfeld bekannt ist oder das sich aus dem Namen herleiten lässt: „Triebwagenführerinnen fahren Züge“ - so weit, so gut. Die Erklärung: „Eine Datenmanagerin jongliert Daten“, greift hingegen nicht wirklich. Dina Alaeddin arbeitet seit vier Jahren im Datenmanagement bei Transdev Vertrieb und übt ihren Job mittlerweile so lange aus, dass sie ihn auch ihrer Familie verständlich erklären kann.

Wenn ihre Oma bei Kaffee und Kuchen fragt, was sie eigentlich den ganzen Tag macht, antwortet Dina: „Wir programmieren quasi Apps, wie du sie auf dem Handy hast. Nur öffnen meine Kolleginnen und Kollegen sie am Computer. Genutzt werden diese ‚Apps‘ eben nicht von Fahrgästen, sondern von Mitarbeitenden in Verkehrsunternehmen. Sie wollen wissen, wie viele Fahrscheine ein Automat oder ein Fahrgastcenter verkauft hat und ob heute alle Prozesse drumherum überhaupt funktioniert haben.“

Dina arbeitet von ihrem Homeoffice in Köln aus mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammen, die größtenteils in Leipzig sitzen. Über ihre Leipziger Familie wurde sie auf die Stellenausschreibung aufmerksam. Zuvor war sie zwei Jahre lang in Köln für ein Forschungsprojekt zur Auswertung von Verkehrsunfalldaten tätig. Ihre Wohnung in Köln wollte sie aber gerne behalten.

Sie hat Wirtschaftsingenieurwesen und nicht Informatik studiert. Nichtsdestotrotz stellte der ÖPNV-Sprech sie vor eine größere Herausforderung als das Erlernen der nötigen Programmierfähigkeiten. Sie meint: „Es ist schwer, einem Fachgespräch unter Kollegen zu folgen, wenn dabei nur Kürzel benutzt werden, hinter denen teils umfangreiche Tarifzonen und -konditionen stehen.“

Vor allem mit Tarifen beschäftigt sie sich andauernd, und das Einzige, was wirklich half, war stetiges Nachfragen. Diese Quasi-Fremdsprache stellt auch nach so langer Zeit in der Branche manchmal eine Herausforderung dar, wenn sie mit neueren Kolleginnen und Kollegen redet, weil sie mittlerweile selbst oft in den Fachjargon verfällt.

„Gerade bei komplexen Datenzusammenhängen und Anforderungen an eine App muss das gesamte Kollegium das gleiche Bild vor Augen haben. Das geht nur, wenn sich alle miteinander verständigen können.“ Das Programmieren brachte sie sich hingegen in der täglichen Praxis selbst bei. Routiniert geht sie nun in der Ruhe des eigenen Heims die Programmierrituale durch: Skripte schreiben, Code zur Prüfung geben, fremden Code prüfen sowie testen oder testen lassen. Glatt läuft dabei selten alles: Erst heute sollte eine Datentabelle etwas performanter werden, stattdessen lädt sie seit Stunden auffällig lange, ohne dass bislang klar ist, warum. „In der Programmierung kann man so oft auf dem Holzweg landen“, sagt Dina. Sie mag das Abtauchen in komplexe Zusammenhänge und vor allem den Dopaminkick, wenn am Ende doch alles läuft.

Besonders stolz ist sie auf ein Analysewerkzeug, das sie mitaufgebaut hat und das im Alltag ihrer Kollegin Tina fest verankert ist. „Es ist für sie zum gewohnten Arbeitsmittel geworden, und sie zieht täglich wichtige Analysen für ihre Arbeit daraus“, sagt Dina. „Und dann macht es mega Spaß, so etwas zu bauen, weil Tina es nutzt und mich das auch wissen lässt.“ Dieses Feedback freut sie sichtlich. Oft gerät nämlich der Schöpfer oder die Schöpferin eines Arbeitswerkzeugs für Daten in Vergessenheit – es sei denn, es treten Fehler in der Funktionalität auf.

Dann werden Datenmanager zu Detektiven: Datei-tiven sozusagen? Spaß beiseite: Damit etwas am Ende wie gewollt funktioniert, ist eine genaue und strukturierte Arbeitsweise erforderlich. Die Programmierung folgt strengen Regeln, die es erfordern, jeden Schritt genau zu durchdenken, bevor man mit dem Code beginnt. Zudem helfen ihr die hohe Frustrationstoleranz und ihre Freude an kleinen und großen kniffligen Rätseln. Der Job ist sehr fordernd, aber Dina reizt der kognitive Anspruch, den er an sie stellt. Jeder Arbeitstag lastet sie aus, dennoch ist sie zum Feierabend nicht zu erschöpft, um den restlichen Tag noch aktiv zu nutzen.

„Jedes noch so große Problem (auch auf der Arbeit) ist nach dem Sport viel, viel kleiner … und manchmal auch gelöst“, meint sie glücklich. Ihre Freizeit nutzt sie für Kraft-Ausdauer-Sport. Wahre Inspirationsmomente stellen sich beim Cooldown nach den Übungen ein, wenn sich die Probleme nach der eigentlichen Anstrengung wie von selbst lösen.

Wir von Transdev Vertrieb sind glücklich, jemanden mit dieser Einstellung zum Leben und zum Job in unserem Unternehmen zu haben.